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Erben in Deutschland: Warum die Erbschaftsteuer so umstritten ist

Die Diskussion über die Erbschaftsteuer in Deutschland gewinnt an Bedeutung. Der alle zwei Jahre veröffentlichte Subventionsbericht der Bundesregierung zeigt, wie stark der Staat bestimmte Gruppen steuerlich entlastet. Besonders auffällig: Die größten Steuervergünstigungen betreffen Menschen, die Unternehmen oder Unternehmensanteile erben oder geschenkt bekommen.

1. 8,8 Milliarden Euro Steuerverzicht – der teuerste Posten im Subventionsbericht

Laut dem Bericht vom September 2025 verzichtet der Staat jährlich auf 8,8 Milliarden Euro, um die Übertragung von Betrieben steuerlich zu begünstigen. Damit ist dieser Bereich der mit Abstand teuerste unter allen Steuervergünstigungen.

Dem gegenüber stehen 13,3 Milliarden Euro Einnahmen aus der Erbschaft- und Schenkungssteuer. Die Zahlen verdeutlichen, wie stark die steuerliche Behandlung von Erbschaften gesellschaftliche Gerechtigkeitsfragen berührt.

2. Tatsächliches Erbvolumen deutlich höher als die Statistik zeigt

Die amtliche Statistik weist für 2024 64,1 Milliarden Euro vererbtes Vermögen und 49 Milliarden Euro verschenktes Vermögen aus. Diese Summen betreffen jedoch nur Vermögen, das tatsächlich besteuert wird. Durch hohe Freibeträge und Ausnahmen liegt das reale Erbvolumen deutlich höher – genaue Zahlen kennt niemand.

Eine Studie des DIW aus dem Jahr 2017 schätzt das jährliche Erb- und Schenkungsvolumen bis 2027 auf bis zu 400 Milliarden Euro. Trotz ihres Alters gilt die Schätzung weiterhin als realistisch.

3. Wer erbt überhaupt? Große regionale Unterschiede

Eine repräsentative Umfrage der Deutschen Bank (2024) zeigt:

  • In Westdeutschland erwartet nur jeder Vierte eine Erbschaft
  • In Ostdeutschland sogar nur jeder Sechste

Mehr als die Hälfte der potenziellen Erblasser schätzt ihren Nachlass auf über 250.000 Euro.

4. Vermögenskonzentration: Die oberen zehn Prozent erhalten fast die Hälfte

Der Armuts- und Reichtumsbericht 2025 zeigt eine deutliche Schieflage:

  • Die reichsten 10 % erhalten fast 50 % aller Erbschaften und Schenkungen
  • Die unteren 50 % erhalten zusammen nur 7 %

Diese Zahlen machen klar: Erben ist einer der stärksten Treiber sozialer Ungleichheit.

5. Reformbedarf: Wie gerecht soll die Erbschaftsteuer sein?

Die zentrale Frage lautet: Wie lässt sich eine gerechte Erbschaftsteuer gestalten, ohne Familienunternehmen zu gefährden?

Zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlicher Fairness bleibt die Debatte hochaktuell – und wird angesichts wachsender Vermögenskonzentration weiter an Bedeutung gewinnen.

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Diplom-Übersetzer Davide Miraglia
Allgemein beeidigter Dolmetscher und
ermächtigter Übersetzer für die italienische Sprache
Traduttore e interprete giurato per la lingua italiana

809.000 tedeschi sono troppo ricchi per lavorare

La ricchezza è davvero distribuita in modo così disomogeneo? Effettivamente, questa è l’ipotesi non solo di molti cittadini, ma anche di illustri economisti. Un nuovo studio rileva, infatti, che alcuni tedeschi possiedono così tanto da poter vivere benissimo di quel tanto che già hanno.

Secondo una statistica dell’Ufficio federale di statistica (Statistisches Bundesamt), sarebbero 809.000 i tedeschi che non hanno bisogno di lavorare. Queste persone hanno così tanto danaro o patrimonio che possono vivere anche senza lavorare. Ciò corrisponde a circa l’1% della popolazione totale.

Questo significa che nel 2021 il numero di coloro che possiedono una ricchezza privata tale da non dover per forza lavorare è aumentato di quasi 100.000 unità rispetto al 2020. Nel calcolo del patrimonio personale vengono computati non solo i redditi percepiti dall’individuo, ma anche le entrate derivanti da canoni di locazione, interessi, dividendi e altri tipi di rendita.

L’Ufficio federale di statistica rileva anche che la maggior parte di coloro che possono permettersi il lusso di non lavorare ha un’età compresa tra i 45 e i 65 anni.